Montag, 26. Januar 2009

Personalmagazin/Demographie: Die Krise stoppt das Altern nicht

Im Personalmagazin 01/09 schreibt Dr. Bettina Schmitt, Pressesprecherin des Demographie Netzwerks ddn: »Gerade jetzt brauchen Unternehmen Strategien im Umgang mit älteren Mitarbeitern.«
Das Durchschnittsalter der meisten Belegschaften steigt, daran wird auch die aktuelle Krise nichts ändern. Unternehmen tun deshalb gut daran, ihre gerade etablierten Ansätze des Demografiemanagements auch durch die wirtschaftlich schwierigen Zeiten hindurch weiterzuführen. Wer dies schafft, ist umso besser aufgestellt, wenn es wieder aufwärts geht. Bettina Schmitt stellt sechs Unternehmen (Hansgrohe, Bertelsmann, Vattenfall Europa, ThyssenKrupp, Salzgitter, RKW) vor, die bereits erfolgreiche Strategien im Umgang mit einer älter werdenden Belegschaft entwickelt haben. Den ganzen Text können Sie hier lesen.

Freitag, 31. Oktober 2008

DDN-Kongress: Demographie bleibt ein Megatrend











III. Know-how-Kongress 2008:
Die über 250 Teilnehmer des dritten Know-how-Kongresses im Kölner Gürzenich waren sich einig: Demographie bleibt ein Megatrend, der unsere Gesellschaft und Wirtschaft noch lange beschäftigen wird. Damit die Unternehmen sich angemessen auf diesen Trend einstellen können, müssen wir stärker als bisher die Führungsebene erreichen, und wir müssen die Kräfte von Politik und Wirtschaft besser bündeln. Dazu brauchen wir auch eine Vision, eine positive Perspektive für die älter werdende Gesellschaft.
Der ganze Artikel

Bericht zum Thema des Kongresses »Demographie 2.0 - Mode oder Megatrend?«

Alle Vorträge zum Kongress können Sie hier downloaden.

Personalentwicklern und Unternehmern ist dringend anzuraten, sich in diese Materie unter dem DDN-Gesichtspunkt einzulesen. Dr. Winfried Bachmann und Klaus C. Marwitz, Mitglieder im Demografischen Netzwerk, stehen Ihnen mit weiteren Informationen und Diskussionsansätzen zur Verfügung.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Prof. Dieter Otten: »Die 50+ Studie«

„Schon sehr bald wird mehr als die Hälfte der Deutschen über 50 Jahre alt sein, und Deutschland wird unausweichlich zur Republik der Älteren. Aber Menschen zwischen 50 und 70 sind heute nicht «alt», es sind keine Methusalems, keine Alten im Sinne des Klischees, sondern Menschen mit Zukunft – das ist neu. Wir haben es zu tun mit einer neuen Mittelschicht älterer Erwachsener mit verblüffendem Verhalten: gesund, fit, sexuell aktiv, partnerschaftlich motiviert, finanziell abgesichert und politisch engagiert. Ein radikaler gesellschaftlicher Wandel von ungeheurem Ausmaß steht uns bevor. Experten sprechen von einer Kultur-Revolution des Alterns und meinen, dass die Menschen, die in jungen Jahren die kulturell-politischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts geprägt haben, nun als Ältere das Gleiche noch einmal tun werden.
Wie verändern diese Menschen das Alt-Sein bzw. Alt-Werden? Zur gesellschaftlichen Mehrheit avanciert, wird der Einfluss dieser Generation auf alle Lebensbereiche immens dominant sein, eine bislang noch nie da gewesene Situation. Der unerforschte Kontinent des Lebens der ersten jungen Altengeneration wird entdeckt, die Ergebnisse sind verblüffend.“
Prof. Dieter Otten über „Die 50+ Studie“
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Samstag, 27. September 2008

Jugendwahn in den Unternehmen muss ein Ende haben

»Der demografische Wandel zwingt zum Paradigmenwechsel in der Einstellung von Unternehmen zum Wert älterer Mitarbeiter«, so Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). Der Jugendwahn vieler Personalchefs müsse ein Ende haben. Als positive Beispiele nennt Ohoven die Firmen Lufthansa und BMW, wo man eine vorbildliche und weitsichtige Personalpolitik betreibe. Nach massivem Stellenabbau würden auch den Automobilbauern in den nächsten Jahren die qualifizierten Fachkräfte ausgehen. Gegenwärtig stehe in Deutschland von den über 55-jährigen noch etwas mehr als ein Drittel im aktiven Berufsleben. Der bedrohliche Personalengpass im Mittelstand impliziere eine »Handlungsaufforderung an uns alle, egal ob Unternehmer, Manager, Politiker oder Arbeitnehmer«.
Wirtschaftsbild-Autor Christof Schössler warnt Unternehmen davor, bei der Personalrekrutierung einseitig auf junge Führungskräfte zu setzen. Noch nicht einmal zehn Prozent aller Beschäftigten arbeiten bis zur offiziellen Ruhestandsgrenze. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter von Männern liegt bei 59,8 und dasjenige von Frauen liegt bei 60,5 Jahren. Schössler bucht diese Entwicklung auf das Konto der „seligen Frühpensionierung aus der unbezahlbaren sozialpolitischen Ideenschmiede Nobbi Blüms”. Nach Erkenntnissen des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation sprechen für die älteren Semester Wissen und Erfahrung, Arbeitsmoral, Qualitätsorientierung, Zuverlässigkeit, Loyalität, Führungsfähigkeit und soziale Kompetenz. Außerdem fehlen jüngere Arbeitnehmer unter 24 Jahre sogar zwei Drittel häufiger als ihre 55- bis 65-jährigen Kollegen.
Der ganze Artikel in Focus online
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Freitag, 18. Juli 2008

III. Know-how-Kongress "Demographie 2.0"

Am 8. September 2008 setzen INQA, die Initiative Neue Qualität der Arbeit, und ddn eine Tradition fort und veranstalten ihren diesjährigen Know-how-Kongress. Titel: "Demographie 2.0 - Mode oder Megatrend?" Ort der Veranstaltung ist der Gürzenich in Köln.

Am Vortag der Messe "Zukunft Personal" ziehen Experten, Politiker und Personaler aus ganz Deutschland eine Zwischenbilanz der Demographiedebatte und stellen die Strategien von Politik und Wirtschaft auf den Prüfstand. Mitglieder des Demographie Netzwerks und Vertreter von Pionierunternehmen präsentieren das neueste betriebswirtschaftliche Know-how in Sachen Demographie.

Eine attraktive Preisgestaltung und freier Eintritt zur Kölner Messe Zukunft Personal 2008 am 9. und 10. September machen den Kongress zusätzlich interessant. Weitere Informationen und den Ankündigungsflyer finden Sie auf
http://www.demographie-netzwerk.de/termine/iii.-know-how-kongress-demographie.html

Ein Formular zur Online-Anmeldung gibt es auf der Website des Partners INQA, unter:
http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/Service/Termine/anmeldung.html

Montag, 16. Juni 2008

Schweiz: »Leidensdruck nicht gross genug«

Der Schweizer Arbeitsmarkt verwöhnt die Unternehmen, so Michael Agoras, Chef von Adecco Schweiz und Österreich. Laut einer neuen Adecco-Studie messen Schweizer Unternehmen dem demografischen Wandel geringes Gewicht bei.

Der Schweizer Arbeitsmarkt ist nach wie vor so attraktiv, dass die Wirtschaft die benötigten Fachkräfte im Ausland rekrutieren kann. Solange dies der Fall ist, sieht sie keine Notwendigkeit, das heimische Potenzial - das insbesondere in den älteren Mitarbeitenden schlummert - stärker zu nutzen.

Agoras hält dieses Versäumnis für «problematisch», weil sich die Schweiz ihrer Anziehungskraft nicht auf Dauer gewiss sein könne. Ein erster wichtiger Schritt, um das Problem der demografischen Fitness anzugehen, wäre aus seiner Sicht: Die Unternehmen hier zu Lande müssen sich überhaupt einmal klar werden, wie es um die Altersstruktur ihrer Beschäftigten steht. Immerhin die Hälfte der Firmen hat dies laut der Befragung bislang überhaupt nicht analysiert.

Tagesanzeiger.ch

Sonntag, 15. Juni 2008

Noch kein «altes Eisen»: Zemmler gibt Älteren eine Chance

»Es ist seit acht Jahren seine erste Festeinstellung. Vor 20 Jahren hat er letztmals in seinem Beruf als Instandhalter gearbeitet. Für Gerd Frindt aus Freienhufen gleicht sein neuer Job bei Zemmler Großräschen einem Fünfer im Lotto. «Mit 52 Jahren bekommst du solch eine Chance nicht auf dem Silbertablett serviert», weiß der erfahrene Handwerker, der sich in all den Jahren zuvor nur von einer befristeten Stelle zur nächsten gehangelt hatte.
Für Geschäftsführer Heiko Zemmler ist die Neueinstellung «nichts Besonderes». Ältere Arbeitnehmer sind für ihn das Salz in der Suppe. «Sie haben ein unheimliches Maß an Einsatzbereitschaft und Fachwissen, sind mit der Region verbunden und können als gelernte DDR-Bürger hervorragend improvisieren. Pflichtbewusstsein, Pünktlichkeit und Ordnung sind für sie selbstverständlich» , nennt Heiko Zemmler nur einige Vorteile, die für ihn auf der Hand liegen. Seine 12-Mann-Mannschaft ist daher selbstverständlich gemixt und relativ ausgewogen. 26-Jährige gehören genauso zum Team wie drei über 50-Jährige...«
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